Ich denke jeder kennt solche Phasen in seinem Leben, wo einfach nichts so läuft, wie man es sich vorstellt. Alles scheint schief zu gehen. Uns wird der Boden unter den Füßen weggezogen und wir scheinen einfach nur noch zu fallen. Wir sind orientierungslos und können uns an nichts mehr halten. Nichts ist mehr so, wie es mal war. Wir wissen nicht wie es weitergehen soll und versinken in Lethargie. Die persönliche Krise ist vorprogrammiert.

Was kann so eine Krise auslösen?

Es gibt viele verschiedene Dinge, die einem so ein Gefühl vermitteln können. Etwas Grundlegendes in unserem Leben hat sich vollständig geändert.

  • Der Partner hat mich verlassen. Die gemeinsame Wohnung muss aufgelöst werden und ich weiß nicht, wohin mit mir. Es gibt viel zu viele Dinge, die ich auf einmal erledigen muss. Ich bin vollständig überfordert. Ich kann meinen Schmerz gar nicht erst verarbeiten, weil jeden Tag etwas Neues dazu kommt.
  • Vielleicht hat dich auch eine besonders schwere Krankheit in eine Krise gestürzt. Du kannst nicht mehr so Leben, wie du vorher einmal gelebt hast. Du bist eingeschränkt in deinem Handeln. Dein Körper will vielleicht nicht mehr so, wie du es willst. Du musst Hilfe annehmen, um deinen Alltag bewältigen zu können. Eine Situation, die für dich komplett neu ist. Du fühlst dich von einem auf den nächsten Moment komplett hilflos.
  • Eventuelle bist du aber auch in einer beruflichen Krise. Dir wurde gekündigt und du stehst jetzt vor dem Nichts. Du kannst deine Kreditraten nicht bezahlen und alles scheint dir über den Kopf zu wachsen. Alles scheint sich gegen dich verschworen zu haben. Die Bank will dir keinen Aufschub mehr gewähren. Du findest keinen Job. Du musst mit viel weniger Geld auskommen.
  • Ein weiterer Punkt kann auch sein, dass deine Kinder das heimische Nest verlassen haben. Sie werden erwachsen und wollen ihr eigenes Leben leben. Plötzlich fehlt etwas im Alltag. Etwas, was bisher für dich komplett selbstverständlich war. Du hast weniger Ansprechpartner und die Beziehung zu deinem Partner ist eine komplett andere, weil ihr nur noch zu zweit seid.

Solche oder andere Dinge können uns vom einen auf den anderen Tag den Boden unter den Füßen wegziehen. Nichts ist mehr wie es vorher war. Du hast deine Grundsäulen in deinem Leben verloren. Die Dinge, auf die du alles in deinem Leben gestützt hast. Deine Basis wurde dir vollständig genommen.

  • Wie soll es weitergehen?
  • Bin ich überhaupt noch etwas wert ohne meinen Partner/ meinen Job?
  • War es das jetzt? Bin ich fertig mit dem Leben?

Wie kann ein Neuanfang gelingen?

Wie ein Neuanfang gelingen kann, macht uns die Natur jedes Jahrs aufs Neue deutlich. Die Natur folgt immer und immer wieder ihrem Rhythmus der 4 Jahreszeiten. Wenn wir uns einfach mal einen Baum anschauen, so durchlebt er jedes Jahr aufs Neue viele verschiedene Phasen.

Der Baum als Vorbild

Der Sommer ist die Zeit in unserem Leben, in der gerade alles ganz wunderbar ist. Wir sind mit unserem Leben vollständig zufrieden und können gar nicht anders als fröhlich zu sein. Wir haben eine prachtvolle Baumkrone und zeigen uns von unserer besten Seite. Die Blätter sind grün und an unseren Ästen hängen Früchte. Uns geht es rundum gut. Wir tun die Dinge, die uns Spaß machen und haben unfassbar viel Freude am Leben.

Dann wird es zum Ende des Sommers immer kühler und die Tage werden immer kürzer. Wir werfen langsam unsere Blätter ab und ziehen uns in uns zurück. Um im Winter Kräfte zu sparen, macht der Baum das ganz genau so. Die Blätter fallen auf unsere Wurzeln und bedecken sie, um uns im Winter etwas warm zu halten. Eine natürliche Decke. Die Tage werden immer länger und unsere Stimmung wird immer schlechter. Der Winter bzw. eine Krise kündigt sich an.

Dann kommt plötzlich der Winter. Alles ist dunkel und kalt. Die Tage sind kurz und es scheint nur wenig Sonne. Wir sind mitten in der Krise. Vollständig deprimiert und in uns zurückgezogen, kämpfen wir innerlich mit uns selber. Wie der Baum. Auch er hat sich in sich zurückgezogen. Alle Blätter hat er abgeworfen und die Flüssigkeit, die sich in den Ästen befand, hat er vollständig in den Stamm gezogen. Um zu überleben, zieht er alle Ressourcen in sich zurück.

Der schlimmste Punkt ist jetzt überstanden. Die Tage werden wieder länger und die Sonne beginnt wieder etwas mehr zu scheinen. Langsam kommen wir aus unserer Isolation heraus. Wir beginnen uns wieder mit unserer Umwelt zu beschäftigen und die ersten Knospen zeigen sich wieder an unseren Ästen. Der Frühling naht und alles wird langsam wieder besser.

Mit der Zeit wird es immer wärmer und unsere Knospen werden zu Blüten. Wir haben wieder ein prachtvolles Blätterwerk und der Winter ist langsam vollständig überwunden.

Was bedeutet diese Geschichte?

Mit diesem kleinen Beispiel will ich einfach verdeutlichen, dass es vollkommen normal ist, dass man mal in einer Krise ist. Die eine ist größer als die andere, aber wie in der Natur, wird auch in deinem Leben bald wieder Sommer sein. Es ist der natürliche Kreislauf des Lebens, dass auch wir immer wieder aus Krisen herauskommen. Es ist ein Versprechen des Lebens, dass du nicht für immer in dieser Krise festsitzen wirst. Zu 1000 % werden auch wieder bessere Tage kommen.

In 8 Schritten aus der Krise

Damit du jetzt nicht im Winter stecken bleibst und dich für immer in dir selbst zurückziehst, möchte ich dir ein paar Schritte an die Hand geben, um den Sommer wieder in dein Leben zu bringen.

Phase 1: Abschließen

1. Gefühle zulassen:

Egal was du gerade durchgemacht hast, bist du jetzt vielleicht gerade ziemlich wüten, traurig oder enttäuscht. Das ist vollkommen in Ordnung. Du darfst diese Gefühle haben. Du brauchst dich nicht dafür zu schämen. Es ist vollkommen natürlich und ein guter erster Schritt deine Krise zu bearbeiten.

Verprügele einen Boxsack, verkrieche dich eine Woche in deinem Bett und ernähre dich nur noch von Fastfood. All das ist in Ordnung, solange du dir nur einen bestimmten Rahmen setzt, in dem das Ganze geschehen soll. Du solltest dich aber nicht in deinen Gefühlen verlieren. Es geht in dieser Phase darum, deine Gefühle anzuerkennen. Wenn man dazu bereit ist, werden diese Gefühle schon viel schwächer.

2. Rede mit anderen darüber

Reden und Schreiben kann dabei helfen, das Erlebte schneller zu verarbeiten. Wir können die Dinge abgeben und uns die Meinung anderer einholen.

Erzähl den anderen Menschen davon, was du gerade empfindest. Wie fühlst du dich? Was macht dich wütend oder traurig? Lade deinen Ballast komplett ab.

Vielleicht bist du aber auch eher der Typ, der viele Dinge mit sich alleine ausmacht. Auch in Ordnung, aber dann probiere es doch vielleicht mal mit einem Tagebuch aus und schreibe dir all die Sachen, die dich bewegen von der Seele. Auch das kann dir dabei helfen deine Emotionen anzuerkennen und sie abzuschwächen.

3. Nimm dir eine Auszeit

An diesem Punkt wollen wir unser Leben jetzt wieder ganz schnell in den Griff bekommen. Wir denken, wir hätten unsere Gefühle unter Kontrolle und unsere Emotionen hätten keinen großen Einfluss mehr auf unser Handeln.

Falsch gedacht. Ganz oft komm es in dieser Phase vor, das wir voreilige Schlüsse machen und Entscheidungen treffen, die auf lange Sicht nicht besonders intelligent sind.

Also, fahre mal einen Gang zurück und entspann dich. Du brauchst erst mal eine Pause. Finde wieder zu dir selbst und tanke Kraft. Es bleibt noch genügend Zeit, um deinen Neubeginn zu planen.

Phase 2: Blicke nach vorn

4. Probiere mal etwas Neues aus

Wenn der gröbste Kummer überwunden ist, dann solltest du langsam dafür sorgen, dich aus deinem Schneckenhaus herausbewegen. Beginne damit Schritt für Schritt den Frühling in dein Leben zu holen.

Es gibt bestimmt irgendwelche Dinge, die du immer schon mal gemacht haben wolltest. Eine Weltreise, eine neue Frisur, einen Städtetrip. Sei einfach mal verrückt und mache Dinge die du schon immer im Kopf hattest.

Jetzt hast du die Zeit dafür!

5. Erfolgserlebnisse verschaffen

All diese neuen Dinge, die du beginnst umzusetzen, lenken dich nicht nur ab. Sie verschaffen dir ein neues Selbstbewusstsein und die tiefe Einsicht, dass es dort draußen noch viele Dinge gibt, die von dir entdeckt werden wollen.

Und nicht nur das. Diese kleinen neuen Dinge, geben dir auch Erfolgserlebnisse:

  • Du erfährst, dass egal was passiert, du dein Leben immer selber gestalten kannst.
  • Du kannst selber entschieden was du mit deinem Leben machst.

6. Planen und Träumen

krise überwinden

Gestärkt durch diese Erfolgserlebnisse, kannst du jetzt langsam damit beginnen, die eine neue Lebensperspektive aufzubauen. Was kannst du dir langfristig vorstellen? Welche Dinge möchtest du ändern? Was möchtest du im Leben noch erreichen?

Dabei kannst du auch ruhig mal so groß Träumen, dass dich alle anderen, denen du das erzählen würdest für bekloppt halten würden. Das ist gar nicht schlimm, denn es sind deine Träume und es liegt an dir sie zu erfüllen.

Sieh es einfach als ein neues Kapitel in deinem Leben, was du damit aufschlägst. Nur weil ein anderes Kapitel zu Ende geht, bedeutet das doch noch lange nicht, dass das ganze Buch zu Ende sein muss. Du hast aufs Neue die Möglichkeit, deine Träume in die Tat umzusetzen.

Mit einem gesteigertem Selbstwertgefühl!

Das Gute dabei ist, dass wir dabei nicht einfach nur zurück auf Los ziehen, sondern auch um einige Erfahrungen reifer sind. Wir handeln anders und wissen wie wir in Zukunft mit ähnlichen Situationen umgehen können. Das haben wir allen anderen voraus

Phase 3: Angst überwinden

7. Angst verstehen

Jeder Neubeginn bringt auch immer Angst mit sich. Es gibt Dinge, die wir nicht verstehen und Unwegsamkeiten mit sich bringen. Es ist vollkommen normal, dass man Angst vor dem Unbekannten hat. Die Angst wird auch niemals vollständig verschwinden. Aber man kann sie beiseite schieben. Man kann sie anerkennen und trotzdem weitergehen.

” Es gibt nur einen Unterschied zwischen einem Feigling und einem mutigen Menschen. Der Feigling  lässt sich von seinen Ängsten leiten. Der mutige jedoch ist sich seiner Ängste bewusst und geht trotzdem seinen Weg.”

Was können wir aber tun, um diese Angst beiseite zu schrieben?

8. Angst beiseite schieben

Angst hindert uns daran unser volles Potential auszuleben. Sie bremst uns aus und hält uns zurück. Aus Angst vor dem Neuen bleiben wir dann schlussendlich doch in dem Job, den wir eigentlich hassen, oder in der Wohnung, die wir eigentlich nicht mehr mögen.

Es ist vollkommen ok Angst zu haben. Dennoch müssen wir den nächsten Schritt in ein neues Leben gehen. Du wirst immer eine Möglichkeit finden, mit deinen Herausforderungen umzugehen. Habe Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten. Ich bin mit zu 100% sicher, dass in dir viel mehr steckt, als du gerade denkst.

Phase 4: Neustart

An diesem Punkt bist du eigentlich schon über dem Berg. Du hast deine Gefühle komplett angenommen und sie verarbeitet. Du hast deinen Blick nach vorne gerichtet und dir eine neue Perspektive für das Leben geschaffen.

Was steht dir jetzt noch im Weg, die Welt zu erobern?

Wenn dich trotzdem noch mal ein Winter überraschen sollte, dann erinnere dich an deine Strategie, die du beim ersten Mal angewendet hast und verfahre genau so. Diese Krisen machen dich stärker und zu einem reiferen Menschen. Wer weiß, vielleicht helfen dir diese Erfahrungen in anderen Situationen noch mal weiter.

Deinen Neubeginn steht jetzt nichts mehr im Weg. Wenn du das genau so siehst, dann hinterlasse mir doch einen Kommentar und melde dich vor allem zu meinem Email – Kurs “VISION” an. In diesem Kurs gehen wir gemeinsam alle Bereiche in deinem Leben durch und schaffen dir eine Vision, die so unfassbar gut ist, dass du jeden Morgen aus dem Bett springst, um daran zu arbeiten.

Und das Ganze ist vor allem auch noch kostenlos.

Also was hast du zu verlieren, außer deinem alten und ungeliebten Leben?

Lass uns starten!

 

 

Tim

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Hey Freunde! Ich bin Tim Chaborski. Ich bin seit 2016 mit meiner Frau Darleen verheiratet und wohne im Ruhrgebiet. In meiner Freizeit habe ich mich lange Zeit mit dem Thema persönliches Wachstum beschäftigt. Die Dinge, die ich zu dem Thema lerne und gelernt habe, möchte ich dir hier über diesen Blog weitergeben.

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