positiv denken

Positives Denken ist manchmal echt schwer oder? Bist du auch so ein Mensch, der sich denkt: Was soll der Kack? Alles ist immer gegen mich. Ich habe immer so viele Herausforderungen und das Leben ist einfach nicht fair zu mir. Warum geht es den Anderen immer besser und mir passiert nie etwas Gutes. Kennst du solche Gedanken? Solche negativen Gedankenstrukturen sind nichts Neues. Ich glaube jeder ist mal in so einer Situation gewesen oder befindet sich gerade in so einer Situation. Ich kenne das auch von mir. Da denkst du dir alles läuft gut und dann bekommst du plötzlich einen auf den Deckel und verfällst sofort wieder in dieses negative Denkmuster. Ich habe eine kleine Geschichte gefunden, die mir persönlich sehr weitergeholfen hat solche Situationen zu umschiffen.

Eine Geschichte über das Glück

positives denken

Es war einmal ein kleines Dorf. In diesem Dorf lebten die Dorfbewohner und etwas außerhalb wohnte ein etwas komischer alter Farmer. Er hatte eine seltsame Art zu denken. Er hatte Ansichten vom Leben, die sich komplett zu denen der anderen Dorfbewohner unterschieden. Seine Philosophie vom Leben war so komisch, dass die Dorfbewohner über ihn dachten, er wäre verrückt.

Eines Tages kaufte der Farmer im Dorf einen neuen Sattel für sein Pferd. Für ihn war der Betrag, den er für diesen Sattel zahlen musste, ein kleines Vermögen. Er hatte lange dafür gespart und freute sich nun darauf sich endlich den lang ersehnten Traum zu erfüllen. Er ging zum Sattler des Dorfes und suchte sich ein besonders schönes Modell aus und bezahlte es. Just in dem Moment, in dem er den neuen Sattel auf seinem Pferd festgemacht hatte, begann das Tier unruhig zu werden und  löste sich aus dem Griff des Farmers. Das Pferd ging mit den Vorderhufen hoch und begann in einem schnellen Galopp über die nächste Wiese zu verschwinden. Nach kurzer Zeit war das Pferd nicht mehr zu sehen.

Die Dorfbewohner hatten Mitleid mit dem Farmer und sagten zu ihm:“Man du hast aber auch ein Pech! Gerade den neuen Sattel gekauft und dann haut das Pferd einfach mit dem neuen Sattel ab. Du bist echt vom Pech verfolgt!“

Glück oder Pech?

Das einzige, was der Farmer allerdings dazu sagte war: Vielleicht war es Pech, aber wer weiß. Vielleicht war es auch Glück. Die Dorfbewohner schauten ihn an und Fragen:“ Wie kann das denn bitte Glück sein? Dein Pferd ist gerade mit deinen ganzen Ersparnissen davon geritten und du sagst, das soll Glück sein?“ Der Farmer antwortete:“Wer weiß das denn schon? Vielleicht war es Glück und vielleicht war es auch Pech!“ Die Dorfbewohner schüttelten die Köpfe und gingen wieder ihrer Arbeit nach.

Ein paar Tage später kam das Pferd wieder zurück. Das Pferd brachte drei Wildpferde mit. Jetzt hatte der Farmer sein Pferd mit dem neuen Sattel zurück und zusätzlich noch drei Wildpferde. Die Dorfbewohner sagten: „Mensch, da hast du aber Glück gehabt oder? Ich wünschte ich hätte auch mal so Glück wie du!“ Aber der Farmer antwortete nur:“ Wer weiß, vielleicht war es Glück, vielleicht war es aber auch Pech. Wer weiß das schon?“  Die Bewohner des Dorfes fassungslos:“Wie kannst du denn bitte in so einem Fall von Pech sprechen? Das ist doch wohl unfassbares Glück gewesen oder nicht? Darauf der Farmer:“ Wer weiß das denn schon? Vielleicht war es Glück und vielleicht war es auch Pech.“ Die Dorfbewohner schüttelten wieder die Köpfe und verschwanden im Dorf.

Einige Tage verstrichen und es passierte nichts. Der Sohn des Bauern wurde beauftragt, die wilden Pferde zu trainieren und zu dressieren. Sie sollten ja schließlich jetzt auch einen Wert für den Farmer liefern. Dann passierte das Unglück. Eines der Pferde warf den Sohn vom Rücken und er landete mit dem Bein auf einem großen Stein. Das Bein war gebrochen. Der Sohn hatte furchtbare Schmerzen. Wieder kamen die Dorfbewohner und bekundeten ihr Mitleid. „So ein unfassbares Pech! Das tut uns wirklich leid! Wie konnte so etwas nur passieren?“ Darauf antwortete der Farmer wieder in seiner philosophischen Art:“Wer weiß denn schon ob das Pech war? Vielleicht war es auch Glück.“ Das war für die Dorfbewohner zu viel des Guten.“ Wie kann er denn nur bei so einem schweren Unfall von Glück sprechen! Das ist ja ungeheuerlich!“ Wütend gingen sie wieder zurück in ihr Dorf.

Einige Tage später kamen Regierungsvertreter in das Dorf. Sie begannen damit Truppen für einen Krieg im Nachbarland zu rekrutieren. Alle jungen Männer mussten mitkommen. Alle die fähig waren geradeaus zu gehen und eine Waffe zu halten. Jeder einzelne Mann wurde eingezogen. Der einzige der zuhause bleiben durfte war der Sohn des verrückten alten Farmers.

Die simple Wahrheit

Ich persönlich finde diese Geschichte so klasse, weil man einfach zu keinem Zeitpunkt weiß, ob das was einem da gerade passiert Glück oder Pech bringt. Wer weiß denn schon, ob sich die schwierige Situation in der Zukunft nicht zu etwas entwickelt, was vielleicht einen Vorteil   bringt. Du kannst erst ganz am Ende, wenn alle Karten verteilt wurden, sagen, ob du Glück oder Pech hattest.

Wenn du mit dieser Einstellung durch das Leben gehst und dir immer vor Augen hältst, dass das was da gerade passiert in Zukunft auch etwas Positives bedeuten kann, hast du eine viel positivere Grundeinstellung zum Leben. Natürlich geht es einem in dem Moment nicht gut, wo etwas Schlechtes passiert,  aber die Perspektive die du hast ist eine komplett andere. Du reagierst nicht mehr komplett negativ auf Dinge, die du sonst als unfassbares Pech bezeichnet hättest. Du steigerst dich nicht rein in diese negativen Dinge und suhlst dich nicht in Selbstmitleid. Das Einzige was du tust, ist das du das, was da gerade passiert akzeptierst und mit der Hoffnung weitergehst, dass irgendwann vielleicht mal etwas Gutes daraus erwächst.

Halte dir einfach mal die Situationen vor Augen, in denen du gefühlt richtig schwierige Zeiten durchleben musstest. Oftmals sind genau das die Situationen, an denen wir am meisten wachsen. Es sind die Situationen, die uns im Leben wirklich weiterbringen. Ich weiß, in dem Moment, wo du diese krassen Dinge durchmachst ist das unfassbar hart. Aber halte dir immer vor Augen, dass du immer gestärkt aus so etwas hervorgehen kannst und wirst.

Eine Möglichkeit entsteht

Einer der Kernthesen einer positiven Sichtweise auf das Leben,  ist denke ich die Fähigkeit in allem eine Möglichkeit zu sehen. Es ist egal ob dir etwas Gutes oder etwas Schlechtes passiert. Sobald du dir klar machst, dass jedes Problem, jede Herausforderung auch eine Möglichkeit darstellt, wird sich deine Weltsicht vollständig verändern.

„Aber meine Situation ist gerade so unfassbar hart. Ich habe dieses eine Problem und für mich ist es gerade die absolute Hölle durch diese Zeit zu gehen. Es gibt hier WIRKLICH keinen guten Weg für mich. Es gibt hier keine Möglichkeit, nichts was ich lernen kann, es ist einfach nur negativ. Wenn ich dieses Problem aus meinem Leben entfernen könnte, wäre es wirklich besser.“

Tja und genau das ist der Punkt, den ich dir hier an der Stelle klar machen möchte. Das ist kein positives Denken. Ich weiß genau wie sich das gerade anfühlt für dich. Ich bin auch nicht unbedingt immer der positivste Mensch. Du musst aber verstehen, dass deine Denkstrukturen dich genau da hin gebracht haben, wo du gerade bist.

Du bist in eine Situation geraten, in der du dich komplett unwohl fühlst. Eigentlich willst du daraus ausbrechen, aber du kannst es nicht, weil deine Negativität dich daran hindert. Wenn du nichts an deinem Denken änderst, dann wird sich das in Zukunft auch nicht ändern. Du wirst immer diese negative Grundhaltung haben und nie die Chancen wahrnehmen aus schlechten Erfahrung etwas Gutes zu machen.

Benutze deine Krisen

Kennst du Aikido? Das ist eine Kampfsportart, bei der man die Kraft des angreifenden Gegners verwendet, um einen Konter auszuführen. Man benutzt die Attacke des Gegners, um ihn zu Fall zu bringen. Genau das musst du hier auch machen. Eigne dir diese Denkweise für deine Probleme an. Frage dich zu jedem Zeitpunkt:“Was kann ich daraus lernen? Was kann ich hier mitnehmen? Wie kann ich das in meinem weiteren Leben noch mal verwenden?“ Es liegt immer in unserer Entscheidung, was wir mit unseren Erfahrungen machen. Entweder lassen wir zu, dass sie uns KO schlagen oder wir benutzen sie, um etwas viel viel Schöneres daraus zu machen.

Es gibt viele Beispiele wo Menschen aus ihren größten Krisen etwas Wunderbares gemacht haben. Wenn du einmal aus dieser Krise herausgekommen bist, dann kannst du anderen Menschen dabei helfen ebenfalls diese Krise zu bewältigen. Das, was du so intensiv durchgemacht hast, solltest du als Stärke sehen. Niemand anders hat diese eine negative Sache so erlebt wie du! Niemand konnte damit umgehen wie du! Zeig anderen wie sie leichter mit dieser Krise umgehen können und du hast die Kraft des Problems komplett verwendet, um etwas Schönes daraus zu machen.

Die Challenge – 7 Tage positiv denken

positiver denken

Ok. Ich möchte dich jetzt an der Stelle hier gerne herausfordern. Wir haben ja  gelernt, dass das Denken beeinflusst wie man sich fühlt. Das heißt wenn du gerade etwas negativ denkst, dann wirst du dich dementsprechend auch nicht besonders gut fühlen. Wenn du gute Sachen denkst, dann wirst du dich auch gut fühlen.

Positives Denken kannst du dir wie einen Muskel vorstellen der trainiert werden möchte. Manche haben von Natur aus einen größeren Muskel als Andere. Wenn du allerdings beginnst ihn zu trainieren, dann wird er wachsen und seine Leistung verbessern. Jedes mal, wenn du dich jetzt also dabei ertappst, dass du mal wieder nur das negative in einer Situation siehst, dann versuche diese negativen Gedanken innerhalb von 60 Sekunden loszuwerden. Denke an irgendetwas anderes etwas Positives, etwas Gutes, etwas was dir ein besseres Gefühl gibt.

Wenn du dich dazu entscheidest, dann musst du diese Challenge zu 100% durchziehen. Wenn du nach den 60 Sekunden deine negativen Gedanken nicht losgeworden bist, oder dir einen besseren Gedanken gesucht hast, dann hast du verloren und musst die ganze Challenge von vorne beginnen. Ich möchte dich echt an der Stelle ermutigen die Challenge anzunehmen, denn sie ist tatsächlich härter als du denkst. Man verliert sich ganz schnell in diesen negativen Gedanken. Werde wachsam, was du denkst und unterbreche dein Denken sofort, wenn du merkst:“Oh, hier werde ich gerade zu negativ!“ Am Anfang wird es unheimlich hart sein aber von Tag zu Tag wird es dir immer leichter fallen.

Ich würde mich freuen, wenn du diese Challenge einfach mal durchziehst und mir dann von deinen Erfahrungswerten berichtest. Für mich ist das ein absolut spannendes Thema und ich war überrascht, welchen Einfluss diese Challenge auf das Denken und auf mein persönliches Wohlbefinden haben kann.

Das soll es jetzt auch erst mal zu dem Thema gewesen sein. Ich bin gespannt was du sagst und freue mich auf dein Feedback.

 

 

Tim

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Hey Freunde! Ich bin Tim Chaborski. Ich bin seit 2016 mit meiner Frau Darleen verheiratet und wohne im Ruhrgebiet. In meiner Freizeit habe ich mich lange Zeit mit dem Thema persönliches Wachstum beschäftigt. Die Dinge, die ich zu dem Thema lerne und gelernt habe, möchte ich dir hier über diesen Blog weitergeben.

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