Sinn des Lebens

Wer hat sich nicht schon einmal die Frage nach dem Sinn seines Lebens gestellt? Ich kenn das von mir selber. Wir suchen uns Vorbilder, die wir cool finden und versuchen diese zu kopieren. Aber kann man es auf diesen Weg schaffen, seinen Sinn des Lebens zu finden? Ich denke nicht, dass es so einfach ist. Es erfordert einiges an Arbeit und in sich hineinhorchen, um tatsächlich auf dem richtigen Pfad zu landen, der einen dann auch erfüllt.

Ich habe mir natürlich auch schon oft die Frage gestellt, was das wohl bei mir sein könnte. Ein paar Ideen habe ich bereits, aber ich bin noch lange nicht am Ziel. Auf meiner Suche sind mir einige Theorien über den Weg gelaufen, die versuchen das Thema zu erklären. Diese Theorien haben mir ein besseres Verständnis darüber vermittelt, wie man diesen ominösen Sinn des Lebens findet. Folglich möchte ich dir hier in diesem Artikel eine davon vorstellen. Diese Theorie liefert auf interessante Weise einen Weg, um seine Erfüllung zu finden.

Eudämonie – Die Lehre vom gelingendem Leben

Die Frage nach dem Sinn des Lebens gibt es nicht erst seit Gestern. Bereits die alten Griechen haben sich Gedanken zu dem Thema gemacht. Schon Aristoteles hat versucht, dem Ganzen auf die Schliche zu kommen. Er hat dafür den Namen „Eudämonie“ verwendet. Er beschreibt ein gutes und zufriedenes Leben. Später wurde dieser Begriff dann mit dem Wort Glück übersetzt. Eudämonie ist aber kein Gefühl, welches man erlebt, sondern eine bestimmte Art zu leben.

Eudämonie bedeutet übersetzt, in Übereinstimmung mit seinem wahren Selbst zu leben. Wenn man dies tut, kann man sein vollständiges Potential abrufen und buchstäblich Wunder vollbringen. Auch wenn es für manche Menschen glasklar ist, gibt es  andere Menschen für die es harte Arbeit ist, ihren Sinn des Lebens zu finden. Lass dich auf deinem Weg nicht entmutigen. Suche, bis du ihn gefunden hast. Ein richtig gutes Konzept, an dem du dich orientieren kannst ist die Bedürfnispyramide nach Maslow. Sie hilft dir dabei nach und nach all deine Bedürfnisse zu befriedigen. Am Ende hast du so viel Energie und Power, dass dich vollständig auf deine persönlichen Ziele fokussieren kannst.

Bedürfnispyramide nach Maslow

Schon Aristoteles wusste um diese letzte Stufe auf der wir ein erfülltes Leben führen können. Aber erst Abraham Maslow, ein US-Amerikanischer Psychologe, hat einen konkreten Weg gefunden, wie wir zur „Erleuchtung“ kommen können.

Maslow ist der Ansicht, dass man sein vollständiges Potential nur dann abrufen kann, wenn vorher verschiedene anderen Dinge erfüllt sind. Um das Ganze besonders anschaulich beschreiben zu können, hat Maslow sich dafür folgende Theorie zurechtgelegt.

In unserem Leben gibt es verschiedene Bedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit wir uns am Ende nur auf unsere Selbstverwirklichung fokussieren können. Nach der Theorie besteht das Ziel des Lebens darin, all seine Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn dies geschehen ist, sind wir vollständig befreit von irgendwelchen Verpflichtungen oder Dingen, um die wir uns sorgen müssen. Wir können uns vollständig auf unsere Talente und unsere Kreativität konzentrieren. Wenn wir von all dem befreit sind, entfaltet unser Gehirn ungeahnte Kräfte und es ist uns möglich Kreativität in ihrer reinsten Form zu erleben. Um zu diesem Punkt zu gelangen, müssen wir aber erst einige Hürden nehmen. Diese Hürden sind in Form von Ebenen einer Pyramide verdeutlicht. Je höher wir in der Pyramide klettern, desto schwieriger wird es, die nächste Stufe zu erreichen.

1. Ebene: Physiologische Bedürfnisse

Die physiologischen Bedürfnisse bilden die unterste Basis der Pyramide. Hier befinden sich Dinge, die in erster Linie unser Überleben sichern. Dazu zählen Dinge, die wir oftmals als Selbstverständlich hinnehmen. Dennoch können sie bei Abwesenheit einen starken negativen Einfluss auf unser Denken und unser Leben haben. Ist einer dieser Faktoren nicht gegeben, nimmt er in deinem Leben eine übergeordnete Rolle ein. Du siehst diesen Faktor als ein ungelöstes Problem.

Ungelöste Probleme wollen gelöst werden, sonst verankern sie sich in deinem Kopf und werden mit der Zeit immer größer. Je größer ein Problem wird, desto weniger Hirnschmalz hast du zur Verfügung, um andere Probleme höherer Ebenen zu lösen. Du besitzt keine Ressourcen mehr, um die nächste Stufe zu erklimmen. Dinge, die in diesen Bereich fallen, sind z.B. Luft zum Atmen, Essen, Schlaf oder etwas zum Trinken. Die westliche Welt und generell Kultur konnte sich überhaupt erst entwickeln, da wir diese physiologischen Bedürfnisse flächendeckend befriedigen konnten.

2. Ebene: Sicherheitsbedürfnisse

Sind die physiologischen Bedürfnisse einmal gedeckt, sehnen wir uns nach Sicherheit. Sicherheit in den verschiedensten Bereichen. Wir haben in Deutschland das Privileg nicht in einem Kriegsgebiet leben zu müssen. Aus diesem Grund besteht nicht unbedingt eine direkte Gefahr für unser Leben. Es gibt darüber hinaus jedoch andere Punkte, bei denen wir uns nach Sicherheit sehnen. Wir möchten Sicherheit im Job, wir wollen einen sicheren Schlafplatz, Sicherheit für unsere Gesundheit und vieles mehr.

Auch hier gilt wieder: Ist einer der Dinge nicht erfüllt, haben wir keine Chance in der nächsten Stufe erfolgreich zu agieren. Diese nicht erfüllten Bedürfnisse fungieren unterbewusst immer als Blockaden, die uns beschäftigen und verhindern, dass wir in die nächste Ebene gelangen. Wir Menschen haben gelernt unsere Sorgen und Gefühle nach außen hin zu verstecken. Dennoch können wir nicht unsere vollständige Energie dafür aufwenden, die nächste Stufe zu erklimmen. Es geht nicht darum was wir nach außen zeigen, sondern um das, was wir in unserm Inneren fühlen.


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3. Ebene: Soziale Bedürfnisse

In der nächsten Ebene kommen wir an einen Punkt, wo soziale Bedürfnisse eine besondere Rolle spielen. Wir entwickeln einen Drang danach mit anderen Menschen zu interagieren. Wir sehnen uns nach Freundschaft und Partnerschaft. Der Mensch braucht andere Menschen, um richtig funktionieren zu können. Er will Teil einer Gruppe sein mit der er sich identifizieren kann. Die Abwesenheit all dieser Dinge kann uns in ein tiefes persönliches Loch stürzen.

4. Ebene: Individualbedürfnisse

Sind all diese Bedürfnisse gedeckt, geht es jetzt zum ersten Mal darum, dass wir komplett auf uns selber schauen. Wir haben uns eine Basis geschaffen auf der wir aufbauen können. Nun steht die persönliche Entwicklung im Vordergrund. Wir beginnen uns nach Erfolg und Anerkennung zu sehnen. Wir wollen uns selber achten können und ein gutes Selbstbewusstsein haben.

Diese Dinge erreichen wir nur, wenn wir uns mit unseren Talenten und Gaben auseinandersetzen. Wir müssen sie finden und bis zur Perfektion weiterentwickeln. Wir wollen in einer Disziplin richtig gut werden. Wenn das geschehen ist, befeuert das unser Selbstbewusstsein und wir sind bereit noch größere Schritte zu gehen. Wir trauen uns mehr und mehr zu. Selbstbewusstsein und Anerkennung ziehen immer mehr und mehr davon an. Stell es dir wie einen sich immer weiter verstärkenden Magneten vor. Dadurch, dass wir immer und immer besser werden, kann uns in unserem Bereich keiner mehr etwas vor machen. Das führt zu herausragenden Leistungen, die wieder herausragende Ergebnisse nach sich ziehen.

5. Ebene: Selbstverwirklichung

Falls all diese Dinge befriedigt sind, wird nach Maslow eine neue Unruhe im Menschen erwachen. Infolgedessen beginnt er damit, nach Selbstverwirklichung zu streben. Selbstverwirklichung bedeutet, dass wir danach streben unsere Anlagen und alles, was uns gegeben ist, optimal zu nutzen. Somit können wir unser Potential und unsere Energie vollständig ausschöpfen. Wir gehen in dem, was wir tun komplett auf. Wir vergessen die Zeit um uns herum und sind vollständig in unserer Tätigkeit versunken.

Mihaly Csiksgentmihalyi bezeichnet diesen Zustand als Flow. Dies ist das ultimative Ziel. Man tut das, was man gerne macht und setzt seine Talente am besten noch zugunsten eines höheren Ziels ein. Ein krasser Gedanke, einmal an so einem Punkt zu sein oder? Ich persönlich finde so etwas sehr beeindruckend.

Vielleicht kennst du so wie ich Menschen, bei denen man sieht, dass sie ihre Erfüllung gefunden haben. Man sieht es ihnen einfach an. Es ist als ob das, was sie tun total einfach ist und jeder es ihnen gleich machen könnte. Diese Menschen sind im höchstem Maße zufrieden und glücklich. Warum sollte man nicht selber auch danach streben? Nach dem „Sinn des Lebens“.

Der Weg zum Sinn des Lebens

Was ist der Sinn des Lebens?

Aufgrund der Tatsache, dass jeder Mensch unterschiedliche Bedürfnisse, Fähigkeiten und Potentiale hat, gibt es keinen universellen Weg zum „Sinn des Lebens“. Der Sinn des Lebens ist somit höchst individuell und kann am besten entfaltet und gefunden werden, wenn wir all unsere Energie und Talente zur Verfügung haben. Das gelingt am besten, wenn wir uns um alle andere Dinge keine Gedanken mehr machen müssen. Aus diesem Grund empfinde ich persönlich die Bedürfnispyramide nach Maslow als einen recht guten Wegweiser.

Immer weiter nach oben

Arbeite dich in der Pyramide von unten nach oben hoch. Lasse keinen der Punkte aus. Wie ein Kartenhaus bricht das Konstrukt zusammen, wenn eines deiner Bedürfnisse nicht mehr gestillt wird.

Beachtest du nicht die verschiedenen Ebenen und die Erfüllung der einzelnen Bedürfnisse, so wirst du immer einen Klotz am Bein haben, der verhindert, dass du wirklich frei bist. Du hast immer diese eine Sache im Hinterkopf, die dich unterbewusst beschäftigt. Auch wenn du nicht bewusst drüber nachdenkst, reicht es schon aus, dass sich dieses Problem in deinem Unterbewusstsein befindet. Es verhindert, dass du dein vollständiges Potential entfalten kannst.

Die Freude der Menschen, die ihren Sinn im Leben gefunden haben, hast du vielleicht schon einmal gesehen. Auch du kannst an diesen Punkt gelangen, in dem du dich in der Pyramide immer weiter nach oben bewegst. Ich habe es für mich als Ziel gesetzt diesen Punkt zu erreichen und ich wünsche mir auch für dich, dass du diesen Punkt erreichst. Halte Ausschau nach deinen Stärken und baue sie bis zur Perfektion aus. Je mehr du dies tust, desto näher kommst du deinem Sinn des Lebens.

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Tim

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Hey Freunde! Ich bin Tim Chaborski. Ich bin seit 2016 mit meiner Frau Darleen verheiratet und wohne im Ruhrgebiet. In meiner Freizeit habe ich mich lange Zeit mit dem Thema persönliches Wachstum beschäftigt. Die Dinge, die ich zu dem Thema lerne und gelernt habe, möchte ich dir hier über diesen Blog weitergeben.

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