Glück und Zufriedenheit. Wir alle streben danach. Für viele Menschen ist es das ultimative Ziel im Leben, auf das sie hinarbeiten. Letztendlich läuft alles darauf hinaus. Das kannst du ganz leicht selber überprüfen, indem du dir wie ein kleines Kind immer und immer wieder die Frage stellst, warum dir irgendetwas machst.

Angenommen ich möchte ein paar Kilo abnehmen.

Warum möchte ich das? Weil ich mich dann attraktiver fühle.

Warum möchte ich attraktiv sein? Weil ich beliebt sein möchte.

Warum möchte ich beliebt sein? Weil es mir ein gutes Gefühl gibt.

Warum möchte ich dieses gute Gefühl? Weil dieses Gefühl Zufriedenheit und Glück darstellt.

Ich habe jetzt natürlich nur ein einziges Beispiel aufgegriffen, hinterfrage dich doch einfach mal bei deinen eigenen Zielen. Stelle dir immer und immer wieder die Frage warum. Bis du zu der wahren Motivation deines Zieles kommst. Letztendlich ist es immer unser „Streben nach Glück“, was uns antreibt.

Aber was ist Glück eigentlich und warum wollen wir immer mehr davon?

Glück aus wissenschaftlicher Sicht

Hast du dich schon mal gefragt was eigentlich passiert, wenn wir glücklich und zufrieden sind? Bereits Ende der 1950er Jahre hat sich der Forscher James Olds mit dem Thema auseinandergesetzt. Dafür führte er ein Experiment an Ratten durch.Bei seinen Versuchen fand er heraus, dass Ratten auf die elektrische Stimulation eines bestimmten Gehirnareals besonders positiv reagieren. Der Versuch war so angelegt, dass die Ratten diese Gehirnregion auf Knopfdruck selber stimulieren konnten. Sie drückten diesen Knopf immer und immer wieder, bis sie vor Durst und Hunger beinahe gestorben wären. Das einzige was für diese Tiere noch zählte, war der nächste „Glückskick“.

Olds hatte somit das Lustzentrum entdeckt. Eine Ansammlung von Neuronen im Mittelhirn. Wenn irgendetwas besser läuft als erwartet, werden sie aktiv. Daraufhin wird der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet und in verschiedene Areale weitergeleitet. Gelangt das Dopamin in unser Frontalhirns, wird die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns gesteigert. Wir sind aufmerksamer und können Dinge viel besser aufnehmen. Es ist uns dadurch viel einfacher gute und funktionierende Abläufe zu speichern. Unsere Lernfähigkeit wird gesteigert.

Aber das Dopamin wird nicht nur in das Frontalhirn verteilt. Es landet auch im Nukleus accumbens, einer Kernstruktur im unteren Vorderhirn. Sobald Dopamin in diesen Bereich des Hirns gelangt, produzieren die dortigen Neuronen opiumähnliche Stoffe – wir sind euphorisch und glücklich. Wenn man so möchte, dann ist das Glücksgefühl wissenschaftlich betrachtet somit nur ein Nebenprodukt unseres Lernvermögens.

Damit es uns nicht so ergeht, wie den Ratten ist es wichtig, dass dieses Gefühl auch wieder abflaut. Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, permanent glücklich zu sein.

Das subjektive Glücksempfinden

Ok, gehen wir mal von diesem wissenschaftlichen Ansatz weg und schauen uns an, was für den einzelnen vielleicht Glück bedeuten kann. Bevor wir das tun müssen wir erst noch zwei unterschiedliche Definitionen von Glück festhalten.

  1. Das Glück durch Zufall. Irgendetwas passiert, mit dem wir nicht gerechnet haben und unsere Situation wird enorm verbessert.
  2. Das Glück im Sinne von Freude und Verwirklichung.

Generell in diesen Artikeln betrachten wir nur den zweiten Punkt. Das Glück im Sinne von Freude und Verwirklichung.

Wenn wir uns also jetzt diesen zweiten Punkt mal anschauen, dann gibt es meiner Meinung nach 3 unterschiedliche Punkte, wie dieses Glücksempfinden zustanden kommen kann.

1. Glück als Gefühl

Wenn wir diese Art von Glück empfinden, dann haben wir Spaß und Freude am Leben. Wir verbringen vielleicht einen schönen Abend zusammen mit Freunden. Die Stimmung ist klasse. Alle verstehen sich total gut miteinander. Es werden Witze gerissen, über die gelacht wird. Kannst du dir diese Situation vorstellen? Genau in solch einer Situation wird diese Form von Glück empfunden. Man kann es auch als Spaß oder Freude am Leben bezeichnen.

2. Glück im Sinne einer Erfüllung

Vielleicht hast du sie schon gefunden deine Erfüllung. Für mich ist das etwas, bei dem ich mich gut fühle, wenn ich es mache. Etwas bei dem ich komplett die Zeit vergesse. Ich versinke in meiner Tätigkeit. Kombiniert mit einem höherem Ziel, ergibt das ganze für mich eine Erfüllung. Wenn du so willst eine Lebensaufgabe, an der man Spaß hat. Bei der Bewältigung der sich mir bietenden Aufgaben treten zwar immer wieder Schwierigkeiten auf, aber ich kann sie alle lösen. Dazu hat der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi den Begriff des „Flow“ geprägt, der genau dieses Phänomen beschreibt.

3. Glück als subjektives Empfinden

Bei dieser Form ist die subjektive Einschätzung der eigenen Situation gemeint. Was hast du alles in deinem Leben, was gut ist? Ich denke Dankbarkeit spielt dabei eine ganz besondere Rolle. Sich einfach mal vor Augen zu halten, wie gut es einem doch tatsächlich geht. Besonders wir Deutschen sind so unglaublich privilegiert. Wir müssen uns keine Gedanken machen über Kriege, wo man das nächste Essen herbekommt oder über ein Dach über den Kopf. Wir sehen das als Selbstverständlich an. Aber das ist es nicht. Wir haben uns nur daran gewöhnt und in unseren Augen wirkt normal. Als ein Standard. Wir sollten viel mehr die Augen öffnen, für die täglichen kleinen Wunder in unserem Leben. Indem du dir solche und andere Dinge aus  immer mal wieder vor Augen hältst wird dir einiges klar. Nämlich das dein Leben besser ist als du denkst.

Wie du siehst, gibt es viele verschiedene Ansätze sich mit dem Thema Glück und Zufriedenheit auseinanderzusetzen. Ich persönlich denke aber das wir uns auf die 3 zuletzt genannten Punkte konzentrieren sollten. Gute Freundschaften und Beziehungen, nach seiner persönlichen Lebensaufgabe suchen und Dankbarkeit. Kombiniert ergeben diese drei Punkte ein gutes Grundgerüst, um in seinem Leben zufrieden zu sein.

 

Tim

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Hey Freunde! Ich bin Tim Chaborski. Ich bin seit 2016 mit meiner Frau Darleen verheiratet und wohne im Ruhrgebiet. In meiner Freizeit habe ich mich lange Zeit mit dem Thema persönliches Wachstum beschäftigt. Die Dinge, die ich zu dem Thema lerne und gelernt habe, möchte ich dir hier über diesen Blog weitergeben.

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