Bücher sind unglaublich. Es gibt keinen einfacheren Weg, Dinge zu lernen und Informationen von einem Spezialisten zu bekommen. Manche Autoren sind bereits tot und wir können sie nicht mehr zu ihrem Fachgebiet befragen. Andere wiederum sind so schwer für uns zu erreichen, dass wir sonst keine Möglichkeit hätten an ihrem Wissen und ihrer Weisheit teilhaben zu können. Alle dieser Autoren haben ein unheimliches Wissen in einem bestimmten Fachbereich gehabt und das ist der Grund, warum ich jeden Tag lese.

Aber Tim höre ich dich schon sagen  wie soll ich das denn alles noch schaffen?. An dieser Stelle möchte ich dich gerne mitnehmen in eine Idee. Wie liest du ein Buch? Jetzt fragst du dich bestimmt was die Frage soll…kann ich verstehen. Sie zielt auf folgendes ab: Wir alle Lernen Bücher zu lesen, in dem wir einfach vorne anfangen und sie bis hinten durchlesen. So wurde uns das Lesen von Büchern beigebracht. Was wäre, wenn es noch eine andere Methode gäbe?

Aber mal ganz von vorne.

Vorbereitung zum Lesen

Du denkst dir jetzt bestimmt, Vorbereitung? Ich setz mich hin, schlage das Buch auf und fange an zu lesen. Es gibt dabei aber einen bestimmten Prozess, dem ich dabei folge, der mir dabei hilft, mir Sachen besser merken zu können.

1.) Suche dir einen komfortablen Ort, an dem du liegen kannst – NICHT SITZEN

Hier beziehe ich mich auf Daniel Lieberman. Lieberman ist ein Professor für Evolutionäre Biologie an der Harvard Universität. Er vertritt die Meinung, dass das Sitzen an sich nichts ist, was unserer Natur entspricht. Handeln wir über einen längeren Zeitraum gegen unsere Natur, so hinterlässt dieses Verhalten bleibende Schäden. Aus diesem Grund bevorzuge ich es beim Lesen von Büchern möglichst zu liegen. An der Stelle ist es bestimmt keine schlechte Idee in ein vernünftiges Kissen zu investieren.

2.) Halte einen Marker und einen Stift bereit

Mit diesen beiden Werkzeugen bewaffnet markierst du dir alle für dich wichtigen Dinge. Zusätzlich machst du dir Notizen zu den für dich wichtigsten Themen. Das hilft dir dabei die relevanten Dingen aufzunehmen und abzuspeichern. Ich fand es am Anfang ziemlich komisch in einem Buch Dinge zu markieren, weil sie so schön neu sind. Ich kann dir aber versichern man gewöhnt sich dran. Du musst es mal so sehen: Bücher sind Gebrauchsgegenstände. Wem musst du Rechenschaft gegenüber ablegen, dass sie sauber bleiben?

3.) Besorge dir einen Timer

Es ist total egal, ob du dir einen Wecker auf deinem Smartphone stellst oder ob du dir einen Retro-Wecker besorgst. Stelle den Wecker auf den Zeitrahmen ein, den du lesen möchtest. Dies hilft dir dabei, dich selber zu kontrollieren und keine Abkürzungen zu nehmen.

Was ist es, das du aus den gelesenen Büchern mitnehmen möchtest?

Das ist dein Endziel beim Lesen eines Buches. Willst du mehr Wissen darüber erlangen, wie du mehr auf deinen Körper achten kannst? Oder möchtest du nach dem Lesen ein bessere Verständnis davon haben, was dich Zufriedener macht? Egal mit welchem Ziel du anfängst ein Buch zu lesen, du solltest dir dabei immer vor Augen halten, dass du am Ende ein wenig gesünder, schlauer oder besser sein möchtest.

Fange an smarter zu lesen

Unser Ziel ist es nicht möglichst viele Bücher in kürzester Zeit zu lesen. Es handelt sich dabei nicht um einen Wettbewerb. Nein, was wir möchten, ist das du die RICHTIGEN BÜCHER liest und diese immer und immer wieder aufschlägst und neue Sachen darin findest, die dich weiterbringen. Je öfter du ein Buch liest, desto mehr kannst du auch von den Dingen behalten, die du gelesen hast. Um dich ein wenig zu inspirieren, welche Bücher du lesen kannst, damit du innerlich wirklich wächst, haben wir dir eine Liste erstellt, mit den wichtigsten Büchern, die wir selber gelesen haben. Wenn du möchtest, kannst du sie gerne als Startpunkt verwenden.

Stelle dir deine Bücher als Freunde vor, die dich begleiten, die dir Rat geben. Du kommst mit der Zeit immer wieder auf sie zurück und beginnst von neuem von ihnen zu lernen, wie in einer Freundschaft.

Wie diese Bücher die dabei helfen können, tatsächlich Dinge anzupacken

An dieser Stelle solltest du bedenken, dass du diese Bücher nicht liest, um sie in dein Regal stellen zu können, um dann bei deinen Freunden angeben zu können. Diese Bücher sollen dir dabei helfen, tatsächlich Dinge anzugreifen. Du musst es dir zur Gewohnheit machen, dass du die Dinge, die du gelernt hast in einem Buch, sofort auch anwendest. Tust du das nicht, hast du deine Zeit verschwendet. Wie sagt man so schön? Nur angewandtes Wissen ist Macht! Hinter dieser Aussage stehe ich voll und ganz. Was hilft es denn, wenn du alles theoretisch weißt, aber es nicht auch auf dein Leben anwendest?

Als Nächstes solltest du daran arbeiten, dir eine Leseroutine aufzubauen. Am Anfang wird es hart sein. Je mehr du aber liest, desto mehr wird es auch für dich zu einer Routine. Wichtig ist, dass du dir am Anfang realistische Ziele setzt. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass du mehrere Stunden lesen musst. Beginne einfach mit 15 Minuten pro Tag. Das reicht schon. Nimm dir deinen Timer und lege los.

Bücherauswahl

Jetzt solltest du dir Gedanken darüber machen, was du für Bücher lesen möchtest. Ich unterteile meine dabei in 3 Kategorien:

1. Selbsthilfe
2. Klassiker
3. Biographien
Ich finde es an der Stelle wichtig zu sagen, dass man nicht jeden Tag dasselbe Buch lesen muss. Wir sind oftmals festgefahren in dem Gedanken, dass wir ein Buch anfangen und es dann auch bis zum Ende durchziehen. Ich lese jeden Tag etwas anderes und hab meisten 3–4 Bücher, die ich parallel lese. Die Bücher der unterschiedlichen Kategorien liest man natürlich unterschiedlich schnell. So fällt es einem wesentlich einfacher ein Selbsthilfebuch zu lesen, als die manchmal verworrenen Gedanken eines Philosophen.

Und denk dran: In Selbsthilfe – Büchern sind oftmals nur einige wenige Punkte, die dich tatsächlich weiterbringen können. Der Rest ist nur Füllmaterial, bei dem der Verleger gesagt hat: Wir brauchen noch mehr Text. Mach dich also immer auf die Suche nach diesen kleinen Goldstücken, die sich in jedem dieser Bücher verstecken.

So lese ich Bücher

Wenn ich anfange ein Buch zu lesen, beginne ich damit mir das Cover und die Rückseite anzuschauen. Worum geht es in dem Buch? Was ist das Hauptthema? Was könnte mich daran Interessieren? In welcher Form spielt das Thema in meinem Leben eine Rolle? Als Nächstes schaue ich mir an, wer der Autor ist. Was hat er für Referenzen? Warum sollte ich ausgerechnet IHM das abnehmen, was er mir in seinem Buch erzählt? Wir können Dinge viel besser aufnehmen und lernen, wenn wir uns sicher sind, dass es sich auch lohnt und wir dem Autor unser volles Vertrauen entgegenbringen.

Im Anschluss lese ich die Einleitung und die Zusammenfassung am Ende, wenn es eine gibt. Oftmals werden hier die wichtigsten Kernthesen noch mal aufgeführt. Diese Punkte, die man dort findet ,sind das beste, was der Autor dir liefern kann. Wenn ich das getan habe, schaue ich mir das Inhaltsverzeichnis an. Welcher der Überschriften entspricht meinem vorher definierten Ziel am meisten?

Nachdem ich diese Punkte abgearbeitet habe, habe ich schon einen ungefähren Eindruck davon, worum es in dem Buch geht, was die Kernthesen sind und auf was ich mich gefasst machen kann. Als nächstes Schaue ich mir die Kapitel an, die für mich am relevantesten sind und gehe dabei chronologisch vor. Ich versuche aus jedem dieser vorher festgelegten Kapitel, die für mich gerade relevanten Informationen herauszuholen.

Je öfter man ein Buch liest, je mehr kann man aus einem Buch entnehmen. Oftmals findet man beim zweiten und dritten Lesen auch ganz unterschiedliche Dinge, weil sich die Situation komplett geändert hat und der Fokus auf ganz anderen Dingen liegt. Bedenke noch einmal: Viel in diesen Büchern ist Füllmaterial. Du musst nicht alles lesen!

Lass dich bei dieser Methode nicht stressen. Am Anfang wird das total komisch sein und du wirst vielleicht auch nicht so wirklich den Sinn darin sehen aber die wesentlichen Vorteile sind:

Du liest nur die Dinge, die dir im Jetzt auch weiterhelfen
Einsparen von Zeit, indem du alle unwichtigen Sachen weglässt
Lernen durch Wiederholung
Wenn du nach und nach diese Methode immer weiter perfektionierst wirst du unheimlich viel für dich relevantes Wissen aufbauen.

Und es gibt keinen besseren Moment, als jetzt damit zu starten.

Mein Video zu dem Thema:

Tim

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Hey Freunde! Ich bin Tim Chaborski. Ich bin seit 2016 mit meiner Frau Darleen verheiratet und wohne im Ruhrgebiet. In meiner Freizeit habe ich mich lange Zeit mit dem Thema persönliches Wachstum beschäftigt. Die Dinge, die ich zu dem Thema lerne und gelernt habe, möchte ich dir hier über diesen Blog weitergeben.

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